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Übersicht : Meerschweinchen : Gesundheitsfragen
Frage: Parasiten
Antwort: Meerschweinchen können von verschiedenen Parasiten befallen werden, besonders, wenn gerade eine Immunschwäche vorliegt. Am häufigsten werden sie von Milben oder Haarlingen befallen. Während die Haarlinge sich von Hautschuppen ernähren und mehr oder weniger im Fell leben und dort auch ihre Eier ablegen, gräbt die sog. "Grabmilbe" z. B. Gänge in die Haut des Tieres, wo sie dann auch ihre Eier ablegt.

Parasiten können durch Heu oder Stroh übertragen werden. Außerdem kann ein neues Tierchen, das man dazukauft oder ein Gastschweinchen, das Parasiten hat, das eigene Schweinchen "anstecken".


Parasiten, vor allem (Grab-)Milben sind teilweise so klein, daß man sie mit bloßem Auge kaum oder gar nicht sehen kann. Trotzdem dürfen sie nicht unterschätzt werden! Ein Schweinchen, dem nicht geholfen wird, wird früher oder später daran eingehen, weil es sich buchstäblich zu Tode kratzt und vor lauter Stress das Fressen einstellt! Es wurden auch schon epileptische Anfälle diesbezüglich beobachtet. Dazu kommt, daß sich die Kratzwunden leicht infizieren können und das Tier noch ein zusätzliches Problem bekommt. Hier muß man sich vom Fachmann helfen lassen.


Daran erkennt man, daß ein Schweinchen Parasiten hat:


Haarausfall, vor allen an Bauch und an den Innenseiten der Hinterbeinchen. Das Fell kann stellenweise ganz fehlen (z. B. kahler Bauch) oder es ist ausgedünnt durch Haarausfall. Dieser wird durch ständiges Kratzen ausgelöst.

Kratzen. Extremes Kratzen in schlimmeren Fällen

Schorfige Haut, sieht aus wie Schuppen.

Bei hellen Meerschweinchen kann sich die Haut dunkel färben.

Offene Wunden am ganzen Körper, die durch das Kratzen verursacht werden.

Schmerz- oder Überempfindlichkeitsreaktion bei Berührung des Meerschweinchens. Das Schweinchen kann so empfindlich reagieren, daß es einen epilepsieähnlichen Anfall erleiden kann.


Was tun? Wichtig ist erst mal, das Meerschweinchen dem Tierarzt oder Tierheilpraktiker vorzustellen. Dieser könnte folgende Behandlungsmethoden vorschlagen:


Baden. Wenn das Meerschweinchen gebadet werden soll, muß man äußerst vorsichtig und behutsam mit ihm umgehen. Schließlich weiß es ja nicht, was und warum man selbiges mit ihm vorhat und hat Todesangst! Es denkt, man will es ertränken! Man bekommt ein spezielles Milbenshampoo mit. Damit soll das Meerschweinchen alle 2 Tage drei Wochen lang gebadet werden. Es versteht sich von selbst, daß man an selbigem Tag auch den gesamten Käfig (auch das Gitter) reinigt und desinfiziert. Auch dafür bekommt man ein Desinfektionsmittel mit.

Wichtig: Es muß ganz besonders beim Baden darauf geachtet werden, daß das Schweinchen keinen Zug bekommt, also alle Fenster und Türen schließen. Wenn’s draußen kalt ist, sollte man die Heizung wärmer als gewöhnlich einstellen. Da das Shampoo ca. 5 Minuten einwirken soll und das Tier, wenn es naß ist, aus Angst und Aufregung und Kälte unheimlich friert und zittert, kann man es so lange in ein trockenes Handtuch wickeln und ein bißchen mit ihm kuscheln, damit es sich wieder beruhigt und es merkt, daß man ihm nichts Schlimmes anhaben will. Streicheln und gut zureden haben manchmal eine unheimlich große Wirkung! Danach wird das Shampoo ausgespült und das Schweinchen ganz trocken geföhnt. Achtung! Der Föhn sollte nicht zu heiß sein; das Schweinchen könnte sich verbrennen! Das Schweinchen kann man dann, damit es nicht friert zu ¾ im Handtuch lassen und es nur partiell fönen. Nach dem Fönen wäre es ratsam, das Tier noch etwas im Handtuch sitzen zu lassen. Man kann es mit einem Stück Gurke "belohnen".

Achtung! Schweinchen neigen dazu, panisch auf das Fönen zu reagieren!
In diesem Falle sollte man das Fönen lieber sein lassen und es als Alternative z. B. unter eine Rotlicht-Lampe setzen. Man kann das Handtuch um das Schweinchen herumhüllen, damit es nicht friert.

Man muß im allgemeinen beim Baden sehr darauf achten, daß das Schweinchen keinen Zug bekommt und sich nicht erkältet.

Alternative Shampoos:
Shampoo mit einigen Tropfen Teebaumöl bereichern. Auch Niembaumshampoo für Tiere (erhältlich in Spinnrad-Läden) hat sich als unterstützende Maßnahme als sehr wirkungsvoll erwiesen (Wunderbaum Niem bzw. Hobbythektyp Nr. 260 http://www.wdr.de/tv/hobbythek/archiv/260/). Man kann das Shampoo auch mit lauwarmen Kamillentee (zur Beruhigung der Haut) und einigen Tropfen Teebaumöl ausspülen.


Alternativen zum Baden:
Wem das Baden zu risikoreich ist, der kann auch Alternativmethoden anwenden.


Exner Petguard bekommt man in der Zoohandlung (allerdings nicht in jeder). Es beruht auf Fett, Molkeneiweiß und Zucker-Monohydrat, ist also ungiftig. Das Tier wird damit einsprüht.


Flohpuder für Hunde und Katzen (Bolfo). Erhältich in der Apotheke, Zoohandlung oder beim Tierarzt.


Was tun, wenn der Parasitenbefall schon zu sehr fortgeschritten ist?


Wenn der Milbenbefall zu weit fortgeschritten ist, kann daß Schweinchen unter Streß (durch das ewige Jucken, viele Kratzen) und durch die Infektionswunden, die es sich selbst durch Biß- oder Kratzwunden zugefügt hat, eingehen.

Tierärzte können in diesem Falle versuchen, das Schweinchen noch zu retten. Jedoch sind stärkere Medikamente erforderlich, die nur durch Tierärzte verabreicht werden dürfen. Parasiten können aber erfolgversprechend behandelt werden.


Quelle (u.a.): DMSL
Autor: Jens@nfc - Letzte Änderung: 15.04.2003, 15:45 - Edit
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