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nagerforum.com - User - Außenhaltung bei Kaninchen - Seite 1 -
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Außenhaltung bei Kaninchen - Seite 1

Außenhaltung bei Kaninchen

Außenhaltung bei Kaninchen

 

Außenhaltung ist für Kaninchen eine natürlichere Haltung als in der Wohnung da die Tiere ihrem natürlichen Verhalten mehr nachgehen können. Allerdings sollte hier einiges mehr beachtet werden als bei Innenhaltung

 

Das Gehege

 

Wenn man sich für Außenhaltung bei seinen Tieren entscheidet ist wohl das wichtigste das richtige Gehege.

Im Handel gibt es zwar viele Gehege aber davon kann man eigentlich nur schwer abraten, da sie meistens nicht stabil genug sind, keinen Schutz vor Raubtieren bieten und leider auch viel zu teuer sind.

Das richtige Kaninchengehege sollte für 2 Tiere mindestens 5-6 qm groß sein mit einem Stall der mindesten 0,5 qm groß ist.

 

Wenn man sich nun an die Planung des Geheges macht sollte man sich zuerst einmal entscheiden welche Gehegeform die sinnvollste ist.

Man unterscheidet zwischen einem Pyramidengehege, bei dem die Wände schräg aufgebaut werden und zwischen einem mit geraden Wänden.

Beides hat seine Vor und Nachteile.

Die Vorteile eines Pyramidengeheges sind das man viele Materialkosten spart, da kein Dach gebaut werden muss.

Ein großer Nachteil ist das Etagen in einem Pyramidengehege recht unpraktisch sind und oft gar nicht richtig montiert werden können.

Die Vorteile eines gerade aufgebauten Geheges sind das man problemlos große Etagen einbauen kann und somit die Grundfläche vergrößert.

Ein Nachteil ist das es wesentlich teurer ist da auch ein richtiges Dach gebaut werden muss.

 

Das richtige Material

 

Ganz wichtig ist das man den richtigen Draht wählt denn nicht jeder bietet auch Schutz vor Raubtieren.

Am besten geeignet ist der verzinkte Volierendraht, die Maschenweite sollte nicht über 1,5 cm sein.

Nicht geeignet sind die meistens grünen Drähte, da Kaninchen diese grüne Beschichtung gerne abfressen und dann kann der Draht rosten sofern er nicht verzinkt ist.

Ganz verzichtet werden sollte auf sechseckigen Draht, dieser ist viel zu dünn und könnte von einem Marder oder Fuchs einfach durchgebissen werden.

Es gilt die Faustregel wo ein Ei durchpasst, passt auch ein Marder durch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei dem Holz für das Gehege sollte man möglichst dicke Latten nehmen damit das ganze auch stabil genug ist. Am besten ist wenn man sie vorher mit Lack streicht, ohne geht es zwar auch nur es sieht nach einer gewissen Zeit dann nicht mehr schön aus.

 

Für den Stall eignet sich am besten OSB-Platten, Multiplex oder ein Stall aus Feder-Nutbrettern.

Beides sollte unbedingt vorher gestrichen werden, auch innen (am besten mit Klarlack sollte aber ungiftig sein!)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am besten ist wenn man den Boden aber zusätzlich versiegelt.

Hierbei eignet sich Teichfolie sehr gut welche man einfach antackert.

Die etwas teurere aber schönere Variante ist Plexiglas welches man im Baumarkt gleich auf die richtige Größe zuschneiden lassen kann. Die Plexiglasplatte wird dann einfach auf den Stallboden gelegt. Billiges Plexiglas wird allerdings mit der Zeit milchig und trüb.

Am besten baut man den Stall auf Füßen damit er keine gravierende Fläche wegnimmt.

Der Stall kann muss aber nicht isoliert werden, meistens reicht es wenn sich die Tiere selbst wärmen.

Am Dach es Stalles sollte entweder ein Wellendach angebracht werden oder Dachpappe.

Günstig wäre wenn das dach hinten schräg abläuft damit Schnee und Wasser abfließen können.

 

Der Gehegebau

 

Am einfachsten ist wenn man aus den Latten ein Viereckigen Holzrahmen baut. Gut wäre wenn man das ganze zusätzlich mit Winkel verstärkt, damit der Rahmen auch ordentlich hält.

 

Danach muss das Gitter am Rahmen befestigt werden.

Hierbei kann man das ganze entweder festschrauben zwischen den Wänden oder man tackert das Gitter an.

Allerdings lösen sich Tackerklammern oft schnell wieder sodass eventuell nachgetackert werden muss.

 

Man kann auch einen oder mehrere Gehegeteile Blickdicht machen.

Hierzu nimmt man am besten Feder-Nutbretter.

 

Beim Dachbau geht man nun vor wie bei dem Gehege selbst.

Das Dach muss nicht regendicht sein, Kaninchen vertragen Regen und Schnee ohne Probleme.

Wer mag kann aber auch einen Teil mit Dachpappe oder Wellenpappe ausstatten, sodass die Tiere bei Regen einen trockenen Platz haben außerhalb des Stalles.

Wenn das Dach sehr groß ist wäre es sinnvoll es zusätzlich mit Balken zu stützen.

 

Wichtig ist die Höhe des Geheges.

Am idealsten wäre wenn man darin stehen kann.

So kann man das Gehege einfacher säubern und verliert den Kontakt zu seinen Tieren nicht.

 

Der Boden

 

Kaninchen sind Höhlenbewohner und können sehr gut unterirdische Tunnel graben.

Deshalb sollte der Boden des Geheges ganz ausgegraben werden, allerdings mindestens 50 cm tief.

Danach legt man einfach Gitter in das ausgehobene Gehege und biegt es an den Seiten nach oben sodass nachher noch ein Teil hinausguckt an der Oberfläche. Danach schaufelt man einfach wieder die Erde drauf.

Die Enden die jetzt an der Oberfläche aus der Erde kommen sollte man an den Gehegewänden befestigen da sich die Tiere sonst genau unter den Wänden rausbuddeln.

Man kann aber auch den ganzen Boden betonieren und dann noch einen Teil mit Erde aufschütten.

Wenn man sein Gehege nicht ausheben möchte kann man noch Rasensteine verlegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Untergrund eignet sich am besten Erde oder bei sauberen Tieren Sand oder Rindenmulch.

Der Boden sollte etwa alle 2 Monate gesäubert werden. Am einfachsten ist es indem man die Bemmerl wegkehrt bzw. Sand siebt. Einmal im Jahr sollte man den Boden teilweise entfernen und frisch auffüllen.

 

 

Die richtige Einrichtung

 

Der Fantasie für die Gehegeeinrichtung sind keine Grenzen gesetzt im Baumarkt findet man oft viele Preisgünstige Dinge.

Abwasserrohre (eignen sich nur für Zwerge!!) werden gerne angenommen als Versteck und zum durchhoppeln.

Auch Blumensteine eignen sich als Höhle. Hierbei kann man mehrere aneinanderstellen und hat somit einen richtigen Tunnel.

Zum abnutzen der Krallen und als Kühlung eignen sich große Steine sehr gut, hierbei kann man entweder aus dem Baumarkt Gehwegplatten nehmen, Waschbetonplatten oder ganz normale Steine von draußen.

Wichtig ist auch das das Gehege mit mehreren Höhlen und Unterschlüpfen ausgestattet wird.

Hierbei kann man entweder Kaninchenhäuser/Weidenbrücken aus de Zoohandlung nehmen oder große Korkröhren.

Einige dicke Baumstämme zum nagen sollten auch nicht fehlen. Auch ausgehöhlte Baumstämme werden gerne genommen.

Eine Bepflanzung ist sinnlos die Tiere fressen einfach alles auf.

 

Ab nach draußen

 

Wenn draußen nun alles fertig ist steht einem Umzug nichts mehr im Wege.

Am besten gewöhnt man seine Tiere ab Ende Mai nach draußen, wenn man sicher sein kann das es keinen Frost mehr gibt.

Zuerst sollten die Tiere eine Woche nur stundenweiße nach draußen und später können sie dann auch in der Nacht draußen bleiben.

Am besten wäre wenn der Stall Nachts nicht verschlossen ist da die Tiere gerade dannn Bewegung brauchen.

Im Herbst beginnen die Tiere dann ein Winterfell zu bilden, wenn die Tiere ein Winterfell haben sollten sie nicht mehr in die warme Wohnung geholt werden (auch nicht stundenweiße)

Der Temperatur Unterschied kann zu Schnupfen, Kreislaufbeschwerden und schlimmstenfalls sogar Lungenentzündung führen.

Die Tiere können auch bei Schnee und Regen im Gehege gelassen werden solange sie jeder Zeit selbst in den Stall können.

 

Vorsicht geboten ist bei allen Langhaarigen Kaninchenrassen wie Fuchs, Jamora, Teddy und Angora.

Diese Tiere können schnell an einem Hitzeschlag sterben deshalb sollte das Gehege am besten komplett im Schatten stehen

 

Im Winter sollte man den Stall mit viel Einstreu und Stroh auslegen.

Kaninchen vertragen Minusgrade weitaus besser als zu Hohe Temperaturen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WICHTIG

 

Die Tiere müssen draußen unbedingt gegen Myxomathose und Chinaseuche geimpft werden.

Allerdings impft man in der Schweiz gar nicht und in Österreich nur Myxomathose.

Die Impfung gegen Chinaseuche hält etwa ein Jahr und gegen Myxomathose etwa 8 Monate.

Autor: Nadine Paulesich 0 Kommentare Druckansicht
Letzte Änderung: 20.05.2005, 11:03 Angesehen: 30619 -
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