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nagerforum.com - User - Wissenswertes über Streifenhörnchen - Seite 1 -
Artikel > Sonstige Nager
Wissenswertes über Streifenhörnchen - Seite 1

Das Streifenhoernchen!

Das meist gehaltene Sibirische Streifenhoernchen (Tamias sibiricus), auch
Burunduk genannt kommt ursprünglich im europäischen Teil Russlands über
Sibirien bis in die Mongolei und nach China vor. Streifenhoernchen sind
Erdhoernchen, aber flinke Kletterer!

Es lebt in Kolonien mit großem eigenen Revier. Paarhaltung ist bei den
Tieren fast nicht möglich.

In der Natur sind die Streifenhoernchen nur während der Paarungszeit
zusammen. Nach ca. 30 Tagen bringt das Weibchen 3-8 Jungtiere nackt und
blind auf die Welt, der Bock sollte in der Zeit nicht bei dem Weibchen
bleiben, da Streifenhoernchen als Nesträuber auch vor ihrem eigenen
Nachwuchs nicht halt machen. Die Jungtiere werden ca. 8 Wochen von der
Mutter gesäugt und beschützt.

Das Streifenhoernchen kann in Menschlicher Obhut zwischen 7 - 12 Jahre alt
werden, das Gewicht beträgt zwischen 60-140 g, je nach Jahreszeit!

Verwandte des Streifenhoernchens sind Eichhoernchen, Grauhoernchen,
Murmeltiere und Ziesel.



Haltung von Streifenhoernchen:

Streifenhoernchen können sowohl in der Wohnung als auch ganzjährig in
großen Aussenvolieren gehalten werden, wobei diese um einiges größer als
ein Wohnungskäfig ausfallen sollten, da hier der Freilauf wegfällt!
Aussenvolieren sollten dabei einen Frostsicheren Schlafplatz haben und ein
betoniertes Fundament, damit sich diese Erdbewohner nicht nach aussen
durchbuddeln können!

Die Tiere sollten hell und zugfrei stehen, ohne permanent direkter
Sonneneinstrahlung ausgesetzt zu sein.

Obwohl diese Nager recht klein sind brauchen sie viel Platz, die
Mindestgrösse sollte für ein Streifenhoernchen (Innenkäfig) 60 cm T x 80
cm B x 150 cm H nicht unterschreiten!

Für Kinder ungeeignet, da die Tiere wenig domestizierte Wildtiere sind,
können sie futter- und handzahm werden. Es sind keine Streicheltiere!

Streifenhoernchen sind absolute Einzelgänger. Bei Paarhaltung können durch
Revier- und Futterkämpfen Tiere tödlich verletzt werden!

Auch der Stress bei der Paarhaltung führt zu psychischen Veränderungen
oder gar dem Tod der unterlegeneren Tiere.



Ernährung:

Es gibt spezielle Streifenhoernchenmischungen, aber auch Papageien- oder
Großsittichfutter, dass v. a. aus Sonnenblumenkernen und div. Saaten
besteht wird gerne genommen.

Sie fressen gerne viel Obst, ab und an auch Gemüse (nicht zu viel Kohl),
auch brauchen sie tierisches Eiweiss (Mehlwürmer, Heuschrecken, Heimchen,
Zophobas).

Begehrte Leckerchen sind Haselnüsse, Bucheckern, Kastanien, getrocknete
Hagebutten, Pinienkerne, ganze Erdnüsse, Kürbiskerne mit Schale,
Wallnüsse, uvm. !

Die Leckereien sind von Hoernchen zu Hoernchen sehr unterschiedlich!



Besonderheiten:

Streifenhoernchen sind starken jahreszeitlichen Verhaltensschwankungen
unterworfen. Für im Haus gehaltene Streifenhoernchen gilt meist: Im
Sommer: Keine Probleme. Im Herbst: Vereinzelt bissig, da die Tiere Futter
sammeln und bunkern und jeder als potentieller Futterdieb in Frage kommt.
Im Winter: Vereinzelt halten die Tiere Winterruhe, kommen dann nur zum
Fressen und Geschäft erledigen aus ihrer Hütte. Andere bleiben auch ganz
aktiv! Im Frühjahr: Beginnt die Paarungszeit, Weibchen pfeifen dann wie
wild nach einem Partner, bei den Böckchen schwillt der Hoden stark an!
Auch hier gibt es unterschiedliches Verhalten den Menschen gegenüber,
manche Tiere beißen, einige ziehen sich zurück, andere werden ganz
anhänglich!



Das wichtigste bei diesen Tieren ist jede Menge Geduld!!!

Denn jedes Tier ist anders!!!



Liebe Grüsse Brini

Autor: Brini 0 Kommentare Druckansicht
Letzte Änderung: 18.10.2004, 08:52 Angesehen: 116727 -

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