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nagerforum.com - User - Gesundheit - Zahnprobleme - Seite 1 -
Artikel > Meerschweinchen
Gesundheit - Zahnprobleme - Seite 1

 

Zahnprobleme

Zahnfehlstellungen

Zu den Zähnen: Meerschweinchen-Zähne wachsen, anders als beim Menschen, ständig und müssen deshalb fortgesetzt abgenützt werden. Um die Schneidezähne abnützen zu können, sollte man Meerschweinchen harte Sachen wie trockenes Brot, Möhren, Birken-, Weiden- oder Buchenzweige, Holzstücke, etc. anbieten.

Auch die Backenzähne müssen abgenützt werden, denn sie neigen zur sog. "Brückenbildung". D. h., die Backenzähne kippen nach innen in Richtung Zunge, hören aber nicht auf zu wachsen und klemmen die Zunge unter sich ein und das MS speichelt sehr, da die Zunge ständig gereizt wird. Fressen ist hier unmöglich! Deshalb ist Heu sehr wichtig. Heu dient nicht nur als Futterergänzung als ballaststoffreiche Nahrung, sondern auch den Backenzähnen zur Abnutzung. Heu sollte im Meerschweinchen-Käfig NIEMALS fehlen!


Erste Anzeichen: Das Meerschweinchen hat Hunger, kann aber nicht fressen. Wenn man ihm ins Mäulchen schaut, sieht man, daß die oberen und unteren Schneidezähne nicht korrekt aufeinander passen, sondern "eingerollt" wachsen. Das Meerschweinchen speichelt ungewöhnlich viel (ständig nasses Schnäuzchen bzw. Kinnbart).


Ursache:
Zum einen durch unsachgemäße Fütterung, andererseits durch erbliche Anlagen. Zahnfehlstellungen können durch unkontrollierte Inzucht in der "Massentierhaltung" (Vermehrung, nicht Züchtung) entstehen, müssen aber nicht. Nur, wenn auch die Eltern bzw. Vorfahren in dieser Hinsicht belastet sind (ohne, daß sie unbedingt selbst davon betroffen sein müssen!), kann es bei den Nachkommen durch unkontrollierte Inzucht wieder hervortreten. Aber auch durch andere (Fremd-)verpaarungen kann es dazu kommen, wenn die Ausgangstiere belastet sind! Es hat also mit Inzucht nur mittelbar zu tun; sie ist nicht die Ursache oder der Auslöser der Zahnprobleme als solche. Doch auch durch spezielle Veranlagung einzelner Schweinchen können solche Sachen auftreten, evtl. unterstützt durch Stoffwechselstörungen und damit zusammenhängendem überstarkem Wachstum der Zähne. Und last but not least können alle diese Ursachen auch noch zusammen auftreten....wichtig ist, daß man Schweinchen mit Zahnfehlstellungen und ihre Nachkommen (!) aus der Zucht herausnimmt, damit sie dieses Leiden nicht weitervererben können. Es gibt auch Fälle, wo so etwas nur 1 x auftritt und nach Korrektur ist alles wieder OK und bleibt auch so - allerdings kaum, wenn tatsächlich ein Erbfehler vorliegt.

Behandlung:
Die Behandlung kann nur durch einen Tierarzt vorgenommen werden. Backenzähne werden unter Narkose gekürzt. Tierärzte nehmen eine Zahnkürzung der Schneidezähne ohne Narkose vor, was für das Schweinchen ein wesentlich weniger risikoreiches Unterfangen ist. (s. Narkoserisiko)


Verweigert ein Schweinchen jedoch auch "kleingeschnittenes Futter", sollte man es zwangsernähren.


Abgebrochener Zahn

Ursachen:

Mechanische Einwirkung: Manche Meerschweinchen nagen gern an Gitterstäben. Dabei kann es passieren, daß ein Zahn dabei abbricht. Oder es fällt vom Tisch und bricht sich dabei einen Zahn ab.

Falsche Fütterung: Es könnte ein Mineralstoffmangel vorliegen.

Der Schneidezahn kann oberhalb oder unterhalb des Zahnfleisches abbrechen. Wenn er unterhalb des Zahnfleisches abbricht, kann die Wunde heftig bluten. Alle Wunden am Kopf oder Mundbereich bluten heftiger, da der Kopf und das Gehirn durch den sog. "kleinen Blutkreislauf" stärker mit sauerstoffhaltigem Blut versorgt wird als der restliche Körper. Aber Wunden im Mundbereich heilen im allgemeinen schneller ab als Wunden am Körper. Der Speichel wirkt desinfizierend.

Behandlung: Wenn man sich über den Befund nicht ganz sicher ist, wäre es besser, einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker aufzusuchen.

Normalerweise wächst ein Zahn innerhalb einer Woche relativ problemlos wieder nach. Nur sollte man darauf achten, daß der Antagonist (Gegenspieler) nicht so sehr in die Lücke hineinwächst, daß er zu lang wird und das Schweinchen im Endeffekt doch nicht mehr richtig fressen kann oder er das gegenüberliegende Zahnfleisch (Abszeßgefahr!) verletzt. Dann muß der Tierarzt allerdings konsultiert werden!

Quelle (u.a.): DMSL

Autor: Jens@nfc 0 Kommentare Druckansicht
Letzte Änderung: 23.01.2004, 15:11 Angesehen: 9083 -

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