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nagerforum.com - User - Chinchillas - Verpaarung, Schwangerschaft, Aufzucht - Seite 1 -
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Chinchillas - Verpaarung, Schwangerschaft, Aufzucht - Seite 1

Chinchilla - Verpaarung, Schwangerschaft, Aufzucht:

Um zwei Chinchilla zu verpaaren ist es notwendig, dass beide Tiere gesund sind und keine Erbkrankheiten in sich tragen. Es ist davon abzuraten, Geschwister bzw. Eltern mit ihren Kindern zu verpaaren. Ebenso sollte der Züchter die Eltern und Großeltern der Zuchttiere kennen, um eine Vererbung des Letalfaktors zu verhindern.

Der Letalfaktor verursacht behinderte Babys oder das Absterben der Babys im Mutterleib. Sämtliche Velvettiere tragen diesen Letalfaktor in sich und dürfen niemals miteinander verpaart werden. Für weiße Tiere und Tiere, die über weiß gezüchtet wurden, gilt das gleiche!

Damit das Chinchillaweibchen Zeit zur Erholung hat, sollte zwischen den Würfen ein Mindestabstand von 6 Monate, aber höchsten 12 Monate liegen.
Um dem Weibchen ein erholsames Leben zu bieten, wird geraten, spätestens nach dem 5. Wurf das Tier aus der Zucht zu nehmen.

Bevor man zwei Chins miteinander verpaart, sollte der Züchter wissen, das Böckchen nach einer Verpaarung eventuell nicht mehr in die Bockgruppe integriert werden können. Sollte das zutreffen, ist eine Kastration notwendig, um das Böckchen in seine Familie integrieren zu können.

Die Trächtigkeit und Aufzucht sollte in den Frühling oder Herbst gelegt werden, damit die werdenden Mütter nicht durch zu hohe Temperaturen geschwächt werden und es zu keine Komplikationen während und nach der Trächtigkeit kommt.

Böckchen werden mit ca. 4-5 Monaten geschlechtsreif, Weibchen mit ca. 6-8 Monaten. Alle 28 - 35 Tage sind die Weibchen für 4 - 5 Tage empfängnisbereit. Die sogenannte Brunst erkennt man hierbei am "Brunsttropfen", welcher ein ca. 1 cm langer wachsartiger Pfropfen ist, den das Weibchen ausscheidet. Die Paarung findet meistens nachts statt und beginnt oft mit einer Rangelei zwischen den Geschlechtern und nicht selten findet der Halter am nächsten Morgen lauter Haarbüschel im Käfig.

Die durchschnittliche Tragzeit dauert 110 - 114 Tage, in denen das Weibchen meistens auf der Seite liegt und schläft. Die Trächtigkeit erkennt man meistens erst in den letzten 2 - 3 Wochen der Schwangerschaft, wenn das Weibchen bereits kugelrund ist und zu platzen droht. Ein geübter Halter kann Bewegungen der Jungtiere spüren und angeschwollene Zitzen erkennen. Ist ein Weibchen trächtig, so sollte man dieses nicht zu oft herumtragen, hochnehmen oder anderen Stress aussetzen. Fast täglich sollte ein Gesundheitscheck durchgeführt werden und beim kleinsten Anzeichen einer Krankheit, sollte schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden. Während der Schwangerschaft haben Chinchillaweibchen einen erhöhten Bedarf an Mineralien und Vitaminen. Nach Absprache mit dem Tierarzt können hier zusätzliche Präparate gegeben werden.

Die Geburt findet normalerweise nachts statt und kündigt sich durch Wehen an. Die werdende Mutter stößt hierbei Schmerzenslaute aus. Das Weibchen sollte komplett in Ruhe gelassen werden, da die Anwesenheit von Menschen und anderen Fremdlingen die Geburt hinauszögern und es zu unnötigen Komplikationen führen könnte. In der Regel werden 1 - 6 Jungtiere geboren und zur Vorsicht sollte für ca. 1 Woche das Sandbad entfernt werden, damit es zu keiner Gebärmutterinfektion kommen kann.

Die Jungtiere kommen bereits vollständig entwickelt zur Welt und das Geburtsgewicht beträgt ca. 50g. Innerhalb der nächsten 3 Wochen sollte sich das Gewicht verdoppelt haben. Bis zur 6. Lebenwoche werden die Jungtiere gesäugt. Bereits nach der Geburt fangen die Kleinen schon an, Heu und andere feste Nahrung zu sich zu nehmen. Hier ist Achtung geboten, denn Chinchillas haben bis zu ihrem 5. Lebensmonat kein Sättigungsgefühl und können sich sehr leicht überfüttern. Aus diesem Grunde sollte pro Jungtier eine Handvoll Heu vor der eigentlichen Futterration gegeben werden, damit das Risiko von Durchfall gemindert wird.

Im Laufe der ersten Tage wird man immer wieder lautes Fiepen von den Jungtieren wahrnehmen können. Durch diese Laute zeigen die Jungtiere den älteren Tieren, dass es nur Babys sind und keine Bedrohung darstellen. Bereits mit einer Woche klettern die Jungtiere am Käfig hoch und runter.
Da ist Vorsicht geboten: Astgabelungen und andere Gefahrenquellen sind aus dem Käfig zunehmen, bis die Kleinen im Klettern sicher genug sind und sich nirgendwo verletzen können.

Ab der 12. Lebenswoche können die Tiere abgegeben werden, so haben sie noch genug Zeit, das Sozialverhalten der Chinchillas zu erlernen. Die Geschlechtsreife der Jungtiere beginnt bereits vor der 12. Woche. Daher ist es unabdingbar, die Tiere gleichgeschlechtlich zu halten, damit es zu keiner unkontrollierten Verpaarung kommt.
Autor: daiquiri 0 Kommentare Druckansicht
Letzte Änderung: 16.01.2007, 09:13 Angesehen: 96251 -

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